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Mein Job - Stablehand

Jetzt bin ich schon wieder 4 Tage in Island - Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht.

Viele von euch fragen sich vielleicht was genau ich den ganzen Tag so mache und was genau ich für die Arbeit bekomme.
Die ersten 3 Tage waren Einarbeitungszeit und im großen und ganzen werden die Pferde morgens mit Heu gefüttert, danach werden Sie gesattelt und getrenst. Da wir meistens noch ein bisschen Zeit haben räumen wir im und herum Stall auf. Wenn die Touristen ankommen wird ihnen zuerst ein Video gezeigt, welches erklärt wie man Islandpferde korrekt reitet. Danach holen wir sie ab, bringen sie in den Umkleideraum, finden Helme für jeden und bringen sie letztendlich in den Stall zu den Pferden.

Hier besteht meine Aufgabe darin allen Touristen auf das Pferd zu helfen. Dann geht es schon los. Manche von uns gehen als Guide auf den Ritt und andere bleiben im Stall um auszumisten. Meistens jedoch gehen so gut wie alle auf einen Ritt.

Während des Rittes reitet natürlich einer voran und die anderen bleiben neben den Leuten um Ihnen ein bisschen zu helfen. Wir haben hier teilweise ziemlich, ziemlich große Gruppen was ich persönlich ziemlich schade finde.

Sobald wir zurück am Stall sind satteln wir die Pferde ab und lassen sie auf dem Paddock frei und dann, dann ist auch schon Mittag. Eine halbe Stunde haben wir Mittag und es gibt an den normalen Wochentagen ein richtiges kleines Buffet mit vielen verschiedenen Salaten. An Feiertagen sowie Wochenende gibt es Fisch. Bis jetzt hat alles ziemlich gut geschmeckt :D

Und nach der Pause geht es schon wieder weiter. Pferde satteln, Touristen begrüßen und ausstatten und los geht die nächste Tour.
Und nach dieser Tour gibt es Kaffee Pause und danach werden die Pferde nur noch einmal gefüttert. Und schon ist der Arbeitstag zu Ende.

Ich arbeite ca. 40 Stunden die Woche (ein bisschen weniger eigentlich) und bekomme volle Verpflegung, eine Wohnung (die ich mir natürlich mit einigen anderen Mädchen teilen muss), ein Auto und ein bisschen Geld.

Dadurch das Ishestar eine Partnerschaft mit Reykjavik Excurson hat dürfen wir bestimmte Programme von Ihnen kostenlos mitmachen. Zum Beispiel die Wal Besichtigung, ich bin schon so gespannt. Ich halte euch auf dem laufenden

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8.5.16 18:12, kommentieren

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Island und seine Pferde

Denkt man an Island und seine Pferde, denkt man automatisch an frei laufende Herden. viel Platz und das Paradies für Pferde. In Wahrheit denke ich entspricht das leider nicht ganz der Realität. (Oder zumindest meistens)Viele der Isländer leben tatsächlich draußen, jedoch nicht auf einer Kilometer großen Koppel mit Freiheitsgefühlen sondern eher auf Paddocks mit verhältnismäßig wenig Platz. Auch die Ställe in denen einige untergebracht sind, sind standardmäßig um einiges kleiner als ich von Zuhause gewohnt bin. Die Pferde können sich hier nur sehr schwer umdrehen und in den "großen" Boxen sind zwei Pferde zusammen untergebracht.Auch im allgemeinen wird viel "härter" mit den Pferden umgegangen. Zum Beispiel werden die Pferde hier nicht wirklich geputzt und der Sattel kommt ohne Satteldecke auf das Pferd. Für mich, als Deutsche, erstmal sehr seltsam. Sehr fortschrittlich ist allerdings, dass man hier von beiden Seiten auf das Pferd aufsteigt. Denn das von links aufsteigen ist noch aus der Zeit wo Ritter aufgrund des Schwertes nur auf dieser Seite aufsteigen konnten. Heute ist das durchaus selten der Fall und für den Pferderücken ist es so viel besser von beiden Seiten aufzusteigen. Oder hat eure Mama früher nicht immer zum Rucksack statt der Handtasche geraten? "Bei der einseitigen Belastung bekommst du einen schiefen Rücken!"Leider wird bei den Ritten selbst wieder weniger auf das Wohl des Pferdes geachtet. So Töltet oder Trabt man in Island schon mal für ein paar Stunden. Wo wir unseren Pferden schon längst eine Pause gönnen würden, fangen die hier erst an. Ich stelle mir das persönlich sehr anstrengend für die Pferde vor. - für uns Reiter übrigens auch.Was für jeden Pferdefreund normalerweise der Horror ist - das Pferd an der Trense anbinden- ist hier ebenfalls normal.Gewöhnungsbedürftig .. Und ich bin mir durchaus nicht sicher ob ich mich an so etwas gewönnen möchte.

8.5.16 01:35, kommentieren